Clamshell-Thorakotomie: Ein lebensrettender Eingriff in der prähospitalen Versorgung

 

Die Clamshell-Thorakotomie (CT) ist ein invasiver Eingriff, der in der prähospitalen Notfallversorgung bei traumatischem Kreislaufstillstand nach penetrierenden Thoraxverletzungen eingesetzt wird. Diese Technik wurde erstmals 1902 erfolgreich durchgeführt. Sie hat sich seitdem in der zivilen Rettungsmedizin als potenziell lebensrettend erwiesen, vor allem in städtischen Gebieten mit einem erhöhten Vorkommen von Gewaltdelikten.

In Wien wurde die Clamshell-Thorakotomie nach einer retrospektiven Analyse als notwendige Versorgungsstrategie erkannt. Bei einer steigenden Zahl an penetrierenden Thoraxverletzungen, vor allem durch Schuss- und Stichverletzungen, konnte gezeigt werden, dass eine frühzeitige Durchführung der Thorakotomie die Überlebenschancen verbessert. In anderen Großstädten wie London gibt es ähnliche Entwicklungen.

Der "Viennese Resuscitative Thoracotomy Course" (VieRT) bietet eine spezialisierte Ausbildung für Ärzt*innen und Sanitäter*innen, die diese Maßnahme im Einsatz anwenden. Die enge interdisziplinäre Zusammenarbeit sowie die praxisorientierte Ausbildung ermöglichen und verbessern die Durchführung dieses komplexen Eingriffs.

In Notfallsituationen, in denen schnelle Maßnahmen erforderlich sind, kann die Clamshell-Thorakotomie eine entscheidende Rolle für das Überleben des*der Patient*in spielen.

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